Manaslu-Runde Tsum Valley
Manaslu & Tsum Valley
Nachdem es mir aus technischen Gründen nicht gelungen ist, „live“ von unterwegs zu berichten, wollte ich meine Notizen schon ad acta legen. Doch das käme einer Resignation gleich – und das steht mir nicht. Ich hab mir vorgenommen 'Bloggen' zu lernen. Hier serviere ich euch also mein Tagebuch über meine zweite Trekking Tour in Nepal mit ein paar Wochen Verspätung, dafür aber mit maximaler Leidenschaft: Eine Wanderung in das Tsum Valley und auf der Manaslu-Runde.
Erwartet bitte keinen Routenbericht – das kann das Team von Clearskies viel besser. Ich garnierte meine persönliche Tour mit Tipps & Kniffs und einer Portion Stilblüten.
Warum ich das mache? Ich möchte meine Freude an solchen Touren teilen und zeigen, wie viel Spaß das Wandern macht. Die „Haderer“– egal welchen Alters – möchte ich ermutigen: Packt es an! Mit der richtigen Vorbereitung ist das zu schaffen. Und wenn nicht? Dann habt ihr es versucht, daraus gelernt und eine Geschichte im Gepäck, auf die ihr mit stolz zurückblicken könnt.
Noch was zu ‚fremden Feder‘: Viele Kniffe resultieren aus den jüngsten Touren in Asien. Es handelt sind um Ratschläge, die mir gegeben wurden oder mit denen ich „aufgefallen“ bin. Hannes Gröbner, dem Chef von CLEARSKIES Expeditionen & Trekking, hat mir unglaublich viel gelernt. Dafür bin ich unsagbar dankbar.
| Himalaya Panorama mit Manaslu, Annapurna-Kette, bis Langtang |
Manaslu & Tsum Valley – ein Trek, der nachwirkt
Manche Wege berühren mehr als andere. Der Manaslu-Trek mit dem Tsum Valley gehört für mich zu den Unvergesslichen – nicht nur wegen der gewaltigen Berge, sondern wegen der stillen Tiefe, die sich unterwegs entfaltet. Die Weite des Himalayas, das Panorama rund um den Manaslu und der stetige Wechsel der Landschaften prägen diesen Weg.
Stärker wirken die Begegnungen im Tsum Valley nach. Die Offenheit der Menschen und die Selbstverständlichkeit, mit der Tradition und Gegenwart hier zusammenfinden, haben etwas in mir berührt, das sich kaum in Worte fassen lässt. Subtropische Täler, hochalpine Zonen und abgelegene Dörfer wechseln einander ab. Ein Alltag, oft ohne Strom und Maschinen, getragen von gegenseitiger Unterstützung. Alte Klöster, Chörten und Mani-Mauern erzählen von der tibetisch-buddhistischen Kultur. Und mittendrin das Leben von heute: eine Frau am offenen Feuer, das Smartphone am Ohr – kein Widerspruch, sondern gelebte Realität.
Abseits der Massen entsteht Zeit für Reflexion und echtes Unterwegssein. Anspruchsvoll, intensiv – und lange nachwirkend.
„Wir waren in einer armen Gegend mit reichen Menschen.“
#Manaslu #TsumValley #Nepal #clearskiesat #HimalayaTrails #Trekking |
Flug nach Kathmandu & der "Aperol Spritz"
Die Flüge waren entspannt. Beim ersten Teil nach Dubai blieb der Mittelplatz zwischen mir und dem Gangplatz-Bayer frei. Die erste Lachnummer gab es bei der Essensausgabe. Die Stewardess fragte: „Tafelspitz?“, worauf er empört antwortete: „Na! Koan Aperol Spritz!“ Die zweite Nummer: Er entwickelte nach zahlreichen Gin Tonic eine bemerkenswerte Reisedynamik zur Toilette. Es wurde turbulent, die Anschnallzeichen leuchteten auf. Als ihn die Stewardess zurückwies, rief er nur: „...aber ich muss Sch.....!“
*In Dubai unbedingt Datteln probieren und kaufen, wenn ihr die süße Frucht mögt – in Kathmandu ist vielleicht keine Zeit mehr zum Shoppen.
Kathmandu erwartete mich mit Sonne, blauem Himmel und überraschend leeren Straßen. Freunde meinten: „Das gibt’s nur im Winter. Um die Jahreszeit ist das pures Glück!“
An dieser Stelle muss ich gleich etwas loswerden: Oft meint man, Unmengen an Gepäck mitnehmen zu müssen, um sicher heimzukommen. Falls das bei euch so ist: Sprecht bitte mit dem Veranstalter oder dem Guide, um gegebenen Falls einen zusätzlichen Porter zu organisieren, den man dann bitte schön selbst bezahlt. Es ist nicht fair, den Portern über Wochen die zusätzliche Last des eigenen Luxus aufzubürden. (Das Bild zu genau so einem Fall erkennt ihr im weiteren Verlauf sicher.)
Anreise mit dem Jeep – eine Schüttelstrecke
Mit dem Jeep ging es Richtung Machha Khola. Die letzten Kilometer waren, sagen wir... 'sehr holprig'. Mehr „Nepali-Massage“ kenne ich nur von der Fahrt zum Upper Dolpo. Man kommt sich so näher und hat viel Zeit zum Kennenlernen. Das ist beim Fliegen nicht so, dennoch fliege ich lieber.
Mein neu erstandenes Nackenhörnchen kam bereits jetzt zum Einsatz. Ganz eng anlegen und konzentriert geradeaus auf die Fahrbahn schauen empfahl ich. Das erspart vielleicht die schlimmsten Folgen und Reisekrankheit. Salzstangen für den Ernstfall („Montezumas Rache“) sind im Gepäck. Coca-Cola wird gekauft. Wenn es einen erwischt, will der Körper Zucker. Die Cola kommt auch so weg, denn über 4000m ist die Lust auf Süßes & Salziges wie Cola, Schokolade Gummibärchen und Salz kaum zu bremsen. Das geht auch der Mannschaft so. Deshalb habe ich eine Kiste Snickers dabei. Die ich zu Beginn der Tour den Trägern übergab.
Endlich geht’s los – wandern durch die Buri-Gandaki Schlucht
Beim Warten auf's Frühstück fragte ich mich: Ist das der Jetlag oder der Kontrast-Schock? Der Blick auf die Gasse draußen wirkte wie aus einer anderen Zeit, während drinnen tatsächlich ein Siebträger-Espresso zubereitet wurde und die kleine Tochter der Wirtsleute völlig versunken auf ihrem Smartphone wischte. Erleben die Kinder hier die technologische Entwicklung gerade im Zeitraffer?
Das heilige Tsum-Valley
Die heutige lange Etappe führt uns über Hängebrücken hin zum „großen Tor des heiligen Tsum-Valleys“. Über unzählige natürliche und 3.524 betonierte Stufen steigen wir durch Bambuswälder in herbstlicher Stimmung auf. Wir passieren die enge Schlucht des Tsum Khola und einen riesigen Erdrutsch von 2022. Wir wanderten weiter über einen langen, spektakulären „Klammweg“ aus Eisen.
Begegnungen mit den wahren Helden des Himalaya: Träger, Mulis und Yaks
⚠️ Wenn Rinder oder Yaks sich angriffslustig gebaren: Obacht! Achtsam sein, auch wenn sie vorbei sind ist die Gefahr noch nicht vorbei. Man sagt, sie greifen von hinten an, werfen das Opfer um und trampeln auf es ein. Bis jetzt dachte ich das ist eine übertriebe Darstellung, doch genau so ist es in der Gruppe passiert.
In der „Puppenstube der Yaks“

#wanderreisen #Yak #Maultier #Muli
Von der „Puppenstube der Yaks“ konnte ich garnicht genug bekommen. Es war so anders wie im Bhutan und dem Upper Dolpo. Bis es mir irgendwann dämmerte: Das liegt an der Jahreszeit. Zu ersten mal bin ich Herbst da. Die Gruppen der Jungtiere, ziehen mich förmlich an. Da passiert es: Anschluss verloren! Und was mache ich statt an der Stelle zu warten? ich suche im Labyrinth der Gassen. Chancenlos. Als ich zurück an den Weg komme steht Gyan schon da und schaut entnervt (um ehrlich zu sein... das war nicht das erste mal, dass er mich gesucht hat ;-)
| Renovierung - Schäden vom Erdbeben 2015 werden behoben |
Gompas, Stupas, Chörten, Mani-Mauern...
Nicht nur die unfassbare Schönheit der Landschaft machte mich demütig, sondern und gerade die dort lebenden Menschen. Wir treffen trotz der Einsamkeit in jeder Gompa Mönche in ihrer „Monsterie“ (Versprecher – statt Monastery) Sie leben asketisch unter den scheinbar primitivsten Verhältnissen und mit geringsten Hilfsmitteln. und dann... während einer Zeremonie klingelt bei einem zahnlosen, alten Mönch das Mobiltelefon. Wir erstarren zunächst fassungslos und beschämt. Erster Gedanke: "wer hat sein Mobil an???" um dann lautlos zu Lachen...
| Anruf beim Mönch in der Mitte |
| #Bergliebe |
Hier wurde Tsampa, ein Getreidebrei aus gerösteter Gerste oder Hirse, der wie Brandteig zubereitet wird für die Mannschaft zubereitet. Er muss so klebrig sein, dass man daraus Kugeln formen kann hab ich gelernt. Ein archaisches, gewöhnungsbedürftiges Gericht, das Kraft für den ganzen Tag gibt.
Kulinarik am Berg
Die Verpflegung in den Lodges ist das Herzstück jeder Etappe. Die jeweilige, jedoch fast immer gleich lautende Speisekarte war anfänglich befremdlich für mich. Der großen Unterschied zum Zelttrekking ist tatsächlich die fehlende Routine. Besonders beim Frühstück fehlt mir Mailas Kochkunst und die Küchencrew.
Doch was soll's! Es geht um Energie, Wärme und kleine Belohnungen nach harten Aufstiegen. Dhal Bhaat Power 24 hour: Die Mischung aus Reis, Linsensuppe und Gemüse (oft mit den bewährten Alu Potatoes) ist die Basis und daraus kreiert jede Küchencrew ein anders schmeckendes, köstliches Mahl. Das Beste daran: Man bekommt immer Nachschlag, bis die Energiereserven wieder voll sind. Die Brot-Auswahl ist nicht so groß. Von Tibetischem Brot über klassische Roti bis hin zu Papadamus – jenen hauchdünnen, frittierten Fladen, die so herrlich knusprig sind. Eine Packung Vollkornbrot im Rucksack kann Seelennahrung sein.
Wenn man in der Höhe nachts Hunger bekommt: Nicht unterdrücken – essen! Das stabilisiert und gibt Energie.
| # Dhal Bhaat Power24h |
Flüssiges für die Seele & das Immunsystem
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Flüssiges Gold! Zwei bis vier Liter Wasser am Tag sind kein Luxus, sondern Notwendigkeit hörte ich von den unterschiedlichen Guides. Es sei die beste Versicherung gegen die Höhenkrankheit und sorgt dafür, dass die müden Knochen schneller wieder einsatzbereit sind.
Tuto Pani - schlichtweg heißes Wasser – unser ständiger Begleiter gegen die Kälte. Ich war froh um meine mitgebrachten Teebeutel und die 100g gekörnte Gemüsebrühe. Wenn man literweise gefiltertes Wasser trinkt, werden heimatlichen Geschmacksrichtungen zur Wohltat. Husten- und Bronchientee werden zu echtem Luxus. Auch wenn wir kaum auf gefiltertes Wasser angewiesen waren (*Den Wasserfilter DAWSON von Origin outdoors kann ich guten Gewissens ebenfalls weiterempfehlen)
| unsere Teller werden nach der Lunchpause gespült |
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#Himalaya #Himalayas #VisitNepal |
| #NepalHiking #GreatHimalayaTrail |
Abseits der Komfortzone
Ab und an galt auch auf diesem Trek: Kopf ausschalten, Trittsicherheit an. Es gab Momente, in denen Courage wichtiger war als das perfekte Panorama – nichts für schwache Nerven, aber definitiv unvergesslich.
| Zur Trittsicherheit: „Teste die Steine, ob sie glitschig sind, bevor du den Schritt wagst.“ |
Zwei Ratschläge von Guides
Die Hände besser nicht durch die Schlaufen der Gehstöcke stecken. Solltest Du stürzen, komm'St vielleicht nicht schnell genug raus aus den Schlaufen und verletzt dich.
„Hans kuck in die Luft“ kannst Dir am Berg nicht leisten. Gehen heißt: konzentriert auf den Weg schauen. Willst du die Gegend anschauen oder fotografieren: Zeit nehmen und stehen bleiben!
| #Wome nWhoExplore |
Aussichtsreiche Pfade oberhalb von Chhokang Paro
Entlang des Pfades wanderten wir hoch, überschreiten auf Brücken und Hängebrücken immer wieder Bäche. Kamen an kleinen und größeren Weilern vorbei und hatten viel Zeit die fleißigen Bauersleute bei der Feldarbeit zu beobachten. Auffällig ist, dass es die Frauen sind, die noch die traditionelle Kleidung tragen, die arbeiten. Eine Bäuerin erzählt uns, dass man sich gegenseitig Hilft und Unterstützt. Gruppenarbeit sei Tradition in Nepal.
| #NepalHimalayanTrails #christinejaegerde |
| Schuh in der Porter-Ausrüstungsstelle Kathmandu |
Ein kleiner Trick für den Downhill: Zieht beim Abstieg bewusst die Zehen im Schuh ein! Das hilft mir enorm, konzentrierter aufzusetzen und verhindert dieses tückische Wegrutschen. Ausrüstung am Berg ist schon fast 'Glaubensfrage' und der Schuh-Wahnsinn fängt bei Fernwanderungen erst richtig an, doch:Vernünftige Wanderschuhe (und ein Paar Ersatzschuhe!) sind existenziell. Umso fassungsloser (und beschämter) machen mich die Schuhe der Porter, die in Badelatschen oder zerfledderten Turnschuhen die 5.000er-Pässe trillernd und lachend meistern.
Das Zwiebelprinzip. Wir hatten im Grunde nur Kaiserwetter - ohne Regen oder Schnee - doch es verging gefühlt keine Stunde, in der wir nicht eine Schicht an- oder ausgezogen haben. Wer nicht als „Dampfgarer“ enden oder im Schatten schockgefrostet werden will, muss flexibel bleiben.
| abendliches Trocknen vom ZwiebellLook |
Langsam gehen
Man kommt am Berg nicht auf's Stockerl. Wer über den Trail hetzt, riskiert nur, dass der Körper irgendwann streikt, man unkonzentriert wird oder gar die Höhenkrankheit zuschlägt. Lieber langsam und gleichmäßig dahin gehen und eben später an das vorgesehene Ziel kommen. Pausen machen und Gespräche mit den Einheimischen suchen, sagt der Guide. Das sei der wahre Gewinn.
| auf dem Weg zur Schule |
| vor dem Winter wird die Kleidung gewaschen |
| auch bei so manchem Bauer hinterm Pflug sah man das Smartphone am Ohr |
Leben im Tsum Valley
Die Architektur hier ist so pragmatisch wie das Leben selbst. Die traditionellen Häuser sind zweistöckig aus Stein gebaut, gekrönt von einem schrägen Schindel- oder Blechdach. Das Konzept ist klar getrennt: Das Erdgeschoss gehört den Ställen, dem Brennholz und den Vorräten. Die Familie lebt darüber, meist in einem einzigen großen Raum, der Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche zugleich ist.
Auf den kargen Feldern wird Hirse, Mais, Gerste, Kartoffeln angebaut. Obst und Gemüse steht in der Nähe des Anwesens. Ohne die Tiere wäre die Landwirtschaft hier unmöglich. Yaks, Dzum und Dzo (die Kreuzung aus Rind und Yak) sind das Rückgrat der Familien – sie sind Zugtier, Lasttier und Lieferant für Milch und Wolle in einem.
Man bekommt schnell einen Blick dafür, wo der Tourismus bereits angekommen ist: Ein neues Dach oder eine frisch renovierte Mauer verraten meist sofort, welche Familien ihr Einkommen mit uns Wanderern verdient.
Rückkehr auf die Manaslu-Runde
| Das große Tor in das heilige Tal von Tsum |
| #Manaslu #clearskiesat |
| #HimalayaTrails #Trekking |
Zur Pung Gyen Gompa

Die Mönchshöhlen der Pung Gyen Gompa

#TsumValley #Nepal
Die Mönchshöhlen der Pung Gyen Gompa
Das kleine Kloster liegt auf 4100m idyllisch am Rande einer Hochebene zwischen Manaslu (8.163 m) und Ngadi Chulu Himal (7871 m). In den Felsen sieht man Mönchshöhlen; die Blicke auf die Eiswände der Ostflanke sind beeindruckend. Bei Aufstieg hatte ich wieder eine Frage zur Strecke: „Don’t think – just walk.“ war die Antwort von Gyan (... und das gilt besonders im abschüssigen Geröllfeld)
#adventure #ü60 #Ü60Power |
Richtung Manaslu Basislager
Wir sind tatsächlich nicht allein. Ich hatte mit einem schmalen, ausgetretenen Yak-Steig gerechnet, doch der Weg beginnt mit präzisem Pflaster. Das lässt erahnen, wie viele Leute sich in der Saison Richtung Basislager aufmachen, das sich über 150 Höhenmeter entlang des Gletscherbruchs erstreckt. Die Flanken des Manaslu erscheinen von hier zum Greifen nah. Wieder unten in Sama Gaon bleibt Zeit für einen Besuch im Café.
Stilblüte von dort: Eine Frau sagte beim Verlassen der Toilette zu mir: „It’s not fresh“. Ich verstand: „Doesn’t flash“. (Beides stimmte wohl ;-)
Go high, sleep low!
Über den Larke-La auf 5135 m
Es geht aufwärts in der sogenannten „Nepali Wave“ zur letzten Siedlung Samdo vor der Grenze zu Tibet. Ein atemberaubendes Gletscherpanorama begleitet uns zur Übernachtung in Dharmasala („Rastplatz“). Man hatte uns auf eine rudimentäre Lodge vorbereitet: kalt, schlechtes Essen, frostige Nacht im Zelt. Doch der „Rastplatz“ hat mich positiv überrascht.
Der Pass: Überschreitung im Schein der Stirnlampen. Sonnenaufgang mitten im Himalaya. Wir erreichen die Passhöhe im Zeitfenster: „I told you 9:30, we made it by 9:20.“ Nun verstanden alle, warum der Guide uns so angetrieben hatte: „Wind is starting! Snow is melting!“ Die anspruchsvollen Abschnitte, die heldenhaften Momente
Die Auswirkungen der Höhe sind vielfältig, deshalb sollte man sich einen „Gesundheitspartner“ in der Gruppe suchen. Nächtlicher Harndrang ist ein gutes Zeichen für die Akklimatisation, sagt Hannes Gröbner. Nicht warten - Sofort aufstehen! Der Sternenhimmel, den man beim Pinkeln in der Kälte betrachten kann ist unvergesslich schön und bleibt unvergesslich.
Abstieg
Runter auf 3715 m ins wilde Tal nach Bimthang, immer mit Blick auf das Annapurna-Panorama im Westen. Wir stiegen ab durch dichte Rhododendronwälder, mal an Steilklippen, mal direkt im Bachbett des milchig bis türkisfarbigen Flusses, wo wir glattgeschliffene Kiesel und feinsten Sand als Andenken mitnehmen. Schritt für Schritt gehts leicht wehmütig und ganz bewußt nach Dharapani.
Jeepfahrt
Aufgrund der vielen Baustellen wird es eine „bewegte“ Jeepfahrt zurück in die belebte Welt. Der letzte Abend näherte sich. Wir verabschiedeten uns gebührend beim letzten, gemeinsamen Abendessen von der Trägermannschaft, was nach so langer Zeit immer befremdlich ist.
Am nächsten Tag trennen sich unsere Wege entgültig: Die Träger reisen nach Kathmandu, wir machten einen Stopp in Bandipur. Der Ort liegt wunderschön im hügeligen Vorland mit Blick vom Dhaulagiri bis zum Langtang Himal. Wir hatten aber noch nicht genug vom Auf und Ab und sind die 938 Stufen zur Grotte runter und rauf gegangen. Und was passiert mir? der erste Sturz auf glitschigen Stufen, weil ich nicht konzentriert war!
Bandipur
| Orangenernte |
| Himalaya Panorama mit Manaslu, Annapurna-Kette, bis Langtang |
Zurück nach Kathmandu
Auf der Rückfahrt laufen die Bilder von der Kargheit und Einfachheit in Endlosschleife in meinem Kopfkino.
| Krähen machen Jagd auf einen Milan in Kathmandu |
| #MountainLove #MountainAdventure #HighAltitude |
Was hab ich vermisst? was packe ich beim nächsten Mal noch ein? Eine Flasche Prosecco, die in Kathmandu bleibt, um am finalen Abschlussabend gebührend anzustoßen!
Die Reise-Fakten und Zahlen und viel Gefühl dahinter – 18 Tage Glück
Gehen. Schauen. Essen. Spielen. Schlafen. Ein ganz einfacher Rhythmus; mehr brauchte es nicht.
| Bäuerinnen haben ihr Essbesteck immer dabei |
„Wir waren in einer armen Gegend mit reichen Menschen.“ In der Einsamkeit der Berge herrschen eigene Gesetze. Beeindruckend ist das Leben der Menschen: dieser ruhige Rhythmus, die Nähe zur Natur. Es zeigte mir wieder, wie wenig ich eigentlich brauche, um mich gesund, ausgeglichen und zufrieden zu fühlen.
I Love it – Am Dach der Welt.
Danjabat an das Team von Clearskies, meine Weggefährten und alle, die mich unterstützt haben. Danke an euch, liebe Leser, dass ihr bis hierher durchgehalten habt.
Namaste & bis bald
Christine
Was kommt als Nächstes?
- Ein Live-Blog, denn das möchte ich mal gemacht haben
- Eine Zelttrekking-Tour, das ist sicher. Das Ziel kenne ich noch nicht. Ich sehne mich nach bereits jetzt nach überraschenden, adrenalinreichen Momenten.
Fazit:
Mit Erfahrung und guter Vorbereitung ist das auch jenseits klassischer Altersgrenzen („Ü60“) wunderbar machbar. Ein Weg, der leise wirkt und lange nachhallt.
Nach dieser und der 'Upper Dolpo' Trekking-Tour im Mai 2025 sage ich voller Überzeugung: Wer Touren auf der Basis von echter Expertise sucht, ist bei clearskies.at goldrichtig.“
Was ist in diesem Bilderrätsel gemeint?
| Gebetsfahne |
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